[Rezension] Sterne in Asche

Autor: Uwe Post
Verlag: Atlantis Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 190
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3864022005
Preis: 12,90 €

von: Würfelheld

Uwe Post hat in den letzten Jahren öfters von sich reden gemacht, sei es durch seine Kurzgeschichten oder durch sein Preisabsahnen. Nachdem ich dann letztes Jahr seine Lesung auf der BuCon erlebt habe, musste ich mir dieses Werk einfach mal zu Gemüte führen. Also los geht es!

Klappentext:
Bescheidene Wellen befeuchteten eine künstliche Insel im flachen See. Darauf ruhte der massive Fuß eines schlanken Turms, dessen Spitze den blassgrauen Himmel zu kitzeln schien. Vielstimmiges Flüstern geisterte sporadisch über die sandigen Stufen aufwärts, Opfer des Kamineffekts und trocken wie der Staub, dem der gleiche Weg bestimmt war. Die Spiralsäule der Heiligen bohrte ein Loch aus Glauben in die Wolken von Raptuul und wartete auf den Propheten des Untergangs. Die Galaxis in Anarchie: Sterne schrumpfen zu Ascheklumpen, andere vergehen vorzeitig in Supernovae, Planeten werden unbewohnbar. Und keiner kennt den Grund. »Sterne in Asche« ist der neue Roman von Uwe Post, 2011 ausgezeichnet mit dem Deutschen Science Fiction Preis und dem Kurd Laßwitz Preis (»Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes«).

Zum Inhalt:
Ketz ein bekannter und gefeierter Ballblazing-Star (Cypersport), befindet sich auf Olrok, einem unbedeutenden Planeten, auf welchem das nächste Meisterschaftsspiel ausgetragen werden soll. Wäre Ketz nicht vertraglich gebunden, wäre er gar nicht erst nach Olrok gereist. Als dann in dem Teil des Universums, indem sich Olrok befindet, nach und nach die Sterne erlöschen, kommt es zu planetarischen Flüchtlingswellen. Nur mit einiger Anstrengung und an ein Wunder grenzendem Glück schafft es Ketz von dem Planeten herunter, wobei er sich unvermittelt in die Hände von Schiebern und Flüchtlingsabzockern begibt. Ketz ahnt allerdings nicht das seine missliche Lage nicht ganz unbeobachtet bleibt, den Bwsoll eines seiner größten Fangirls, erfährt davon und ohne lange nachzudenken, befindet sie sich auf einer Ketz-Rettungsmission. In der Zwischenzeit ist Ketz von Olrok geflohen und lernt die harte Realität in einem Flüchtlingslager kennen. Dort gedanklich noch nicht ganz angekommen, befindet sich Ketz auch schon in den Fängen kultureller Gepflogenheiten, welche seine Zukunftspläne schwer beeinflussen werden.. Dies ist der Anfang einer nicht endenden Flucht welche Ketz meistern sollte.

Mein Fazit:
Buchdeckel aufgeklappt und die Nase reingesteckt. Booom und schon hatte mich Post mit der ersten Szene bereits gepackt. Ballblazing, also Cybersport, für mich als alten Shadowrunner echt klasse und immer wieder gerne gelesen. Als ich das Buch dann aber nach seinen 190 Seiten beendet hatte, musste ich feststellen, dass Cybersport bzw. der drohende Universumskollaps nur Aufhänger sind, die die Tristes die Ketz erlebt ein wenig untermauern sollen, aber auswechselbar wirken. So macht es einfach nur den Eindruck, jeder weiß das es zuende geht, also leben wir einfach weiter. Leider führt dieses dazu, dass die Charaktere sich mit derartigen Banalitäten, wie Schuhfarben, aufhalten, das man nur noch die Augen verdrehen kann.

Weiterhin wirken die Charaktere unausgereift, denn die meisten Handlungen sind mir unerklärlich, auch wenn man es auf „Bauchmenschen“ schieben würde, aber das ein Fangirl nur weil sie ein paar schlechte Nachrichten von ihrem Star liest, mit Krediteinheiten um sich schmeißt und eine Rettungsmission zu startet, ähm bitte …

Die Geschichte an sich macht den Eindruck einer Aneinandereihung von Textpassagen, was wohl auch an ihrer Sprunghaftigkeit liegen könnte.

Alles in allem ist „Sterne in Asche“ ein Buch welches eine Geschichte zwischen seinen Buchdeckeln beheimatet, welche mich nicht gepackt bekommen hat und das obwohl einige Thematiken, wie z.B. die Modder oder das bereits erwähnte Ballblazing, für MEHR Potenzial gehabt.

Meine Wertung:
2 von 5 Cybersportlern gefällt das

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