[Comic-Rezension] The true lives of the fabulous Killjoys

Autoren: Gerard Way, Shaun Simon, Becky Cloonan
Verlag: Panini
Format: broschiert, Vollfarbe
Seitenzahl: 164
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3942396127
Preis: € 16,99

von: Moritz

Ich bin zu alt für diese Scheiße!

… den Satz wollte ich schon immer in einer Rezi schreiben.

Klappentext:
The true lives of the fabulous Killjoys erzählt von einer nicht allzu weit entfernten Zukunft, in der die Angst regiert und Freiheit nur noch ein Wort ist. Geschrieben haben die Geschichte Gerard Way (The Umbrella Academy) und Nachwuchskünstler Shaun Simon, illustriert hat die die herausragende Zeichnerin Becky Cloonan (Demo, Conan der Barbar).

Zum Inhalt:
Hmmm… verwirrend. Erinnert mich in der Erzählweise etwas an postmoderne amerikanische Literatur wie Paul Auster. Mit sowas habe ich mich schon im Studium schwer getan. Ich habe meine Informationen gerne langsam und mundgerecht in genau der richtigen Reihenfolge vermittelt.

Hier erfährt man nach und nach, dass in einer postapokalyptischen Welt, in der es nur „in der Stadt“ und „außerhalb der Stadt“ gibt, ein tyrannischer Megakonzern (Better Living Industries) den Ton angibt – im wahrsten Sinne, denn die Medien in Form des Radios scheinen komplett gleichgeschaltet zu sein.
In dieser Welt lernen wir ein Mädchen kennen, das in irgendeiner Form messianischen Charakter zu haben scheint, denn die Killjoys, eine Gruppe von Revolutionären, haben sie vor etlichen Jahren aufgezogen und sich für sie geopfert. Nun gerät sie erneut in Gefahr und eine Outlaw-Bande, eine Art neuer Killjoys kommt ihr zu Hilfe – nach und nach lernt man zu diesen Hauptcharakteren immer weitere Personen kennen, wie den verwirrten BLI-Enforcer Korse, Red und Blue, sowie Cola, der sich unserer Heldin annimmt.
Nun werden mehrere Handlungsstränge zu einem amtlich explosiven Ende zusammengeführt und irgendwie gibt es auch eine Art Ende. So weit, so gut, aber ich als alter, geistig träger Mann bleibe mit unendlich vielen Fragen zurück (Was hat es mit den Masken auf sich? – Wer zum Henker ist die Phönix-Hexe? – Was spielt Miley Cyrus für eine Rolle? – …). Man kann das mögen, dass man sich viele, viele Gedanken machen muss, mir ist das aber zu anstrengend. Das will ich aber nicht dem Comic anlasten; die Tatsache, dass ich faul bin, fließt nicht negativ in die Bewertung ein.

Mein Fazit:
Ich habe echt lange gebraucht, um in den Band reinzufinden, aber diese leicht mangaeske, brutal schnell erzählte Art von Comics ist wirklich Neuland für mich (wie für manche das Internet). Als ich mich daran gewöhnt hatte, dass hier viele Informationen zwischen den Bildern erzählt werden oder zu späteren Zeitpunkten nachgeliefert werden, hat der Comic wirklich Spaß gemacht. Der Zeichenstil ist gerade noch innerhalb meines persönlichen Toleranzbereichs, aber unbestritten technisch wirklich hervorragend gemacht. Auch die postapokalyptisch-dystopische Geschichte um den tyrannischen Megakonzern BLI entwickelt sich in genau dem richtigen Tempo und man weiß zwar nicht genau warum, aber man wünscht ihnen irgendwie ziemlich schnell, dass sie untergehen mögen…

Meine Wertung:
4 von 5 hektische MTV-style Panels

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