[Rezension] Ausnahmezustand (Totes Land 1) „²“

Autor: M. H. Steinmetz
Verlag: Manticore Verlag
Format: Paperback
Erschienen: Juli 2014
ISBN-10: 3939212563
ISBN-13: 978-3939212560

von: Christel Scheja (kris)

Mit „Ausnahmezustand“ legt Mario H. Steinmetz nicht nur sein Romandebüt, sondern auch den ersten Band der „Totes Land“-Trilogie vor, die in einer nicht ganz fernen aber apokalyptischen Zukunft spielt.

Marcus besucht gerade ein Endzeit-Rollenspiel mit seiner Bekannten Sabine und hat viel Spaß, als er zusammen mit den anderen eine Nachricht hört, die er erst gar nicht glauben will.
Die Infrastruktur ist zusammengebrochen, weil sich eine Seuche rasend schnell ausbreitet, die nicht einmal die Armee eindämmen kann? Menschen sterben durch einen unbekannten Virus, stehen aber als Untote wieder auf? Das Szenario, mit dem sie gerade noch herum gespielt haben, ist über Nacht bitterer Ernst geworden.
Dennoch entschließt sich Marcus trotz der Gefahr dazu, nach Speyer zurück zu kehren, denn dort hält sich noch seine Frau Annette auf. Mit Freunden macht er sich auf die Reise und muss schon bald richtig um sein Leben kämpfen, denn auch wenn sich Weggefährten und Freunde verwandeln, darf er nicht zögern – es könnte auch sein Ende sein.
Zusammen mit Sabine kämpft er sich durch ein Land, in dem das Chaos regiert und niemand mehr sicher ist. Kranke rotten sich in Horden zusammen, um Menschen zu jagen und sind nur schwer zu erschlagen. Wenn die Überlebenden nicht zusammen halten, dann werden sie niedergemetzelt – aber auch das bietet keine vollständige Sicherheit … wie er schon bald erkennen muss.

„Was heute noch Spiel ist, kann morgen schon bitterer Ernst werden.“ Genüsslich zelebriert Mario H. Steinmetz in „Ausnahmezustand“ genau den Moment, in dem dieser Spruch Realität wird und entführt den Leser in eine Welt, die jedem vertraut und zugleich fremd ist.
Die Apokalypse tritt durch eine Seuche unbekannten Ursprungs ein und verwandelt das Deutschland der Jetztzeit in ein Schlachtfeld, in dem Zombies schon bald das Leben zum Erliegen bringen.
In dieser Hinsicht erzählt der Autor sicherlich keine neue Geschichte – eine Gruppe kämpft sich durch die Horden der Monster und versucht einfach nur zu überleben, jeder Einzelne entdeckt dabei an sich Seiten, durch die er wächst und sich verändert.
Nur selten wird den Helden Ruhe gegönnt. Und auch wenn Marcus im Mittelpunkt der Ereignisse steht, so kommen doch auch immer wieder kurze Blitzlichtaufnahmen zu ihrem Recht, die die Entwicklungen an anderen Orten schildern und oftmals genau auf die Handlungsebene des Helden zulaufen.
Routiniert und flüssig geschrieben erschafft Mario Steinmetz ein actionreiches aber doch erschütterndes Szenario, das man ungern aus der Hand legen möchte und dem man auch gerne die Klischees verzeiht, ersparen sie doch viele Erklärungen, die der Autor für die Figuren und das Ambiente verwenden kann. Allerdings nutzt er das nur für Marcus und Sabine aus, die anderen Figuren bleiben doch eher blass und haben kaum die Zeit, mehr Profil zu entwickeln.
Wie zu erwarten ist, bleibt das Ende relativ offen, auch wenn die Helden einen Ruhepunkt erreichen dürfen. Dennoch bleibt vieles offen, auch am Hintergrund wurde gerade erst einmal gekratzt.

„Ausnahmezustand“ ist der gelungene Auftakt der Trilogie „Totes Land“. Vor allem Fans actionreicher Thriller, in dem sich die Helden durch eine apokalyptisches Szenario voller hungriger Zombies und blutigen Schockmomenten kämpfen dürfen, werden ihren Spaß an der kurzweiligen Geschichte haben.

Meine Wertung:
4von 5 Zombies

 

Anmerkung:
„Ausnahmezustand“
wurde HIER
ebenfalls besprochen.

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