[Rezension] Exploration Capri II – Verschollen

Autor: Christian Klemkow
Titelbild: Monika Schröder
Format: eBook, 519 KB
ASIN: B00MAPBK16

von: QuackOnaut

Nachedem der erste Teil der Reihe zu gefallen wusste, wurde es Zeit in den Zweiten reinzuschauen und mal abzuwarten was auf mich zukommz.

Story:
Langsam erwacht Susannah Cortez, Bordärztin und Ehefrau des Commanders der Explorer, aus ihrem Kryoschlaf. Schnell stellt sie fest, das etwas nicht stimmt, die Temperatur im Schiff ist nur knapp über dem Gefrierpunkt und der Bordcomputer reagiert auf kein Kommando. Susannah wird schnell klar das es zu einer Katastrophe gekommen sein muss. In ihrer Kryokapsel ist sie im Moment sicher, doch dort kann sie nicht ewig bleiben. Nachdem sie sich kurz gesammelt hat, beeilt sie sich aus der Kammer heraus und in einen der schützenden Raumanzüge zu kommen. Gerade so geschafft, fängt sie an das wahre Ausmaß der Katastrophe zu erfassen. Der leitende Bordingenieur ist Tod, iht Mann ist ins Koma gefallen. Die Sektion in der sie sich befindet ist stark beschädigt. Sie muss die übrigen Besatzungsmitglieder und Marines so schnell es geht aus dem Kryoschlaf holen, denn wenn die Lebenserhaltung nicht funktioniert, wie lange werden die Kapseln dann noch mit Energie versorgt; und alleine kann sie das Schiff nicht reparieren.
Nach anfänglicher Konfusion bemüht Susannah sich um einen klaren Kopf und trifft die richtige Entscheidung. Sie weckt zuerst den Konstrukteur des Schiffes den Ingenieur Chad Barrow auf, mit dessen Hilfe gelingt es wieder eine lebensfähige Umgebung in der Sektion zu etablieren und die anderen aus den hier befindlichen Kryokapseln zu holen.
Cortez muss dann aber feststellen, dass das Schott zu den anderen Sektionen des Schiffes sich nicht öffnen lässt, doch sie muss dorthin um die anderen, dort befindlichen aus ihrem Winterschlaf zu befreien.
Cortez und Colonel Braun schaffen es dann über die Außenhülle in die angrenzenden Sektionen zu gelangen. Je weiter sie das Schiff durchqueren, desto mehr zeichnet sich das wahre Grauen der Katastrophe ab. Insgesamt vier Menschen an Bord, darunter auch der Truppführer der Marines Captain Wheeler sind tot. Das Schiff strukturell sehr schwer beschädigt und völlig außer Kontrolle rotierend, driftet es durchs All.
Durch den unermüdlichen Einsatz der Besatzung und Marines gelingt es, die Strukturschäden weitestgehend zu beheben und die anderen aus ihrem Winterschlaf zu holen.
Der Überlebenskampf geht anschließend erst richtig los, denn auch unter der Besatzung und den Transportgut, den Marines kommt es zu Konflikten.

Charaktere:
In diesem Teil werden die Charaktere noch weiter in den Vordergrund gestellt. Man erhält einen tieferen Einblick in die einzelnen Persönlichkeiten und beginnt zu verstehen, warum einige von ihnen so ticken wie sie es tun.
Wie im ersten Teil werden hier einige der Protagonisten herausgepickt und man erfährt von zurückliegenden, einschneidenden Erfahrungen die sie zu den Persönlichkeiten gemacht haben die sie jetzt sind. Hat man für den einen oder anderen im letzten Teil eine gewisse Antipathie entwickelt, so wandelt sich diese in Verständnis und Sympathie.

Setting:
Die gesamte Handlung findet im Schiff, auf dessen Außenhülle oder in unmittelbarer Nähe statt. Die beklemmende Situation und Atmosphäre an Bord und in den Raumanzügen wird sehr gut deutlich wodurch die Szenen lebhaft im Kopfkino ablaufen. Die Gefahr ist jederzeit spürbar.

Fazit:
Dieses Buch setzt da an, wo das erste aufgehört hat. Das ganze wirkt nahtlos, auch wenn seit dem Start des Schiffes eine lange Zeit verstrichen ist. Die Ereignisse sind nachvollziehbar und logisch durchdacht. Wenngleich die eine oder andere wissenschaftliche Erklärung etwas langatmig ist, ist es dem Spannungsbogen nicht abträglich.
Die gereizte Stimmung an Bord, der Wunsch des Wissenschaftlers das Phänomen zu erforschen und der Überlebenswille der Anderen, so schnell wie möglich das Schiff in Sicherheit zu bringen sind die zentralen Motivationspunkte in diesem Teil der Reihe. Es mag sich nach nicht viel anhören, doch dadurch entsteht ein komplexer Spannungsbogen , der die eine oder andere Überraschung bereit hält und einen auf den großen Knall warten lässt.
Interessant dabei ist vor allem, das Christian Klemkow nicht gerade zimperlich mit seinen Protagonisten umgeht und der Eine oder Andere auf der Strecke bleibt, ganz im Stile eines G.R.R. Martin.
Eine gelungene Fortsetzung in der Klemkow sein Talent als Autor unter Beweis stellt.
Einziger Kritikpunkt: Man hätte vor Veröffentlichung nochmal drüber lesen sollen. Es gibt einige Flüchtigkeitsfehler die das Lesevergnügen etwas stören.

Meine Wertung:
4,75 von 5 Quantensingularitäten

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