[Hörspiel-Rezi] Die letzte Instanz

Inszeniert von: Marco Ansing, Kristina Lohfeldt

Medien: 1 CD + 1 DVD

Musik/Effekte: Drachenflug

Gestaltung: Wey-Han Tan

Ensemble: Kristina Lohfeldt, Wiba Stein, Detlef Tarns, Carsten Krabbe, Martin Sabel, Marco Ansing, Evie Ex Machina, Natalia Obscura, Michael Freiherr von Dunkelfels

Erhältlich: Marco Ansing

von: Quackonaut

Am 24.06.2013 um 10:26 Uhr startete Marco Ansing bei Startnext.de ein Crowdfundingprojekt mit dem Namen Die Letzte Instanz. Ziel des Projektes war die Umsetzung eines Steampunk-Hörspiels.

Mit weit über hundert Supportern und noch mehr Fans war das angestrebte Finanzierungsziel schnell erreicht, sodass mit der Umsetzung schnell angefangen werden konnte.

Das Ergebnis habe ich nun hier vorliegen und es wird Zeit einen genauen Blick darauf zu werfen, oder wie der Katharsist alias Marco Ansing so schön bemerkte: „…gewogen, gemessen und analysiert!“

Die Story
Hamburg 1888! – Vier Menschen versammeln sich am Flugplatz um die Jungfernfahrt eines neuen Luftschiffes als Gäste zu begleiten. Scheinbar kennen sich diese Personen nur den Namen nach bzw. haben bereits voneinander gehört, sind sich aber nie begegnet und es scheint nichts zu geben, was diese Menschen verbindet. Ziemlich schnell stellt sich jedoch heraus, das alle etwas gemeinsam haben – nämlich einen dunklen Lebenspunkt.

Im weiteren Verlauf stellt sich heraus das der eine oder andere durchaus von den Sünden der anderen weiß. Sich gegenseitig anfeindend und Vorwürfe erhebend, sind sie vom eigentlichen Geschehen abgelenkt, denn keiner der Vier ist zufällig an Bord. Jeder einzelne wurde ganz gezielt an Bord des Luftschiffes gelockt.

Das Hörspiel:
Das Hörspiel kommt in einem Jewelcase für zwei Medienträgern daher. Das Booklet und die Rückseite sind in einem dunklen, marmorierten Braun gehalten, welches an einen alten Einband erinnert. Das Cover-Motiv zeigt einen brennenden Zeppelin mit einem leicht außerhalb des Bildes stehenden Mannes. Die Rückseite teasert das Hörspiel entsprechend.

Auf der gelieferten CD befindet sich das Hörspiel, wohin auf der DVD der Live-Videomitschnitt, sowie ein Konzertmitschnitt von Drachenflug enthalten ist.

Mein Fazit
Mit dem Projekt ist eine gute Hörspielumsetzung gelungen, die zu gefallen weiß. Die Charaktere sind stimmig und die Geschichte kurz und knackig erzählt ohne abschweifend oder langatmig zu werden. Die Sprecher leisten ihren Anteil um die richtige Atmosphäre und Stimmung zu erzeugen. Musikalisch und Effekttechnisch untermalt von der Steampunk-Kapelle Drachenflug schaltet sich der Kinematograf im Kopf schnell ein und liefert die passenden Bilder zum Hörspiel. Sollte wieder erwartend doch mal der Film reißen, so hält das Hörbuch eine entsprechende Abhilfe bereit – die DVD!

Die Geschichte könnte aus der Feder von Agatha Christie stammen, denn ein wenig erinnert sie an ihren Roman Und dann gab es keines mehr .

Dieses Hörspiel sorgt definitiv für Kurzweil und gute Laune, da ist es schade das es nach nur 48 Minuten schon vorbei ist.
Doch bei allem Spaß gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Zu Beginn erfährt man, durch einen Anruf ,von der Operation Katharsis und den Akten. Leider wird im späteren Verlauf nicht weiter auf diese oder der Beziehung zum Amt für innere Angelegenheiten eingegangen, sodass man unbefriedigt ob der offenen Fragen zurück bleibt. Hier wären ein paar zusätzliche Informationen wirklich nicht verkehrt gewesen.

Während die Audio-CD sehr gut zu verstehen ist, hört es sich so an, als wenn bei der Video-DVD der Ton nicht von den Bühnenmikrofonen über das Mischpult, sondern über ein Raum-Mikrofon aufgenommen wurde. Das sorgt leider dafür, das bei aller Liebe mit dem die Kostüme und Requisiten in Szene gesetzt wurden, der Hörspaß nicht zu der doch sehr guten visuellen Präsentation passt.

Meine Wertung:
3,75 von 5 Instanzen

 

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