[Hörspiel-Rezi] Cungerlan – Die Geburt der Revolution

Autor: Frank-Michael Rost, Jerry Marcs

Verlag: Ohrland Verlag für Hörbücher und Musik

Format: Audio CD, Jewelcaxe

Laufzeit: ca. 40 Minuten

Erschienen: Feb. 2009 // eine Neuauflage ist bereits erschienen

ISBN 13: 978-3941335004

von: Knödelchen

Was mit den Worten „Irgendwo, in den Tiefen des Alls, findest Du einen einsamen, grauen Planeten. Eine Welt namens Cungerlan!“ beginnt, ist die Geschichte eines Planeten dessen Bevölkerung unter der Knechtschaft des grausamen Ayir-Kaiser Erzeboon des II. leidet.
Dieser hat einen neuen Plan geschmiedet um die Bürger noch stärker, als zuvor zu knechten und auszubluten. Er hat eine Luftfestung errichten lassen, welche die Handelswege kontrollieren, hohe Zölle einfordern und jeden Widerstand zerschlagen soll.
Ein kleiner Geheimbund, der sich „Serhildan“ nennt, leistet dem Ayir-Kaiser und seine Vasallen tapfer Widerstand. Gesponsert wird der „Serhildan“ von den Firmen Gurgeltop und Brechbachbräu, was auch notwendig ist den der „Serhildan“ ist fest entschlossen, die Luftfestung zu zerstören. Zu diesem Zweck müssen sie den Erfinder und Erbauer der Luftfestung Dr. Ponder Keen aus den Fängen des Ayir-Kaisers und seiner rechten Hand Dai Akkan (dem Shrill-Itzu-Meister, nicht der weltbekannte Luftgitarrenspieler) befreien.

Mein Fazit:

Die oben schon erwähnten Worte sind so ziemlich das einzige was an diesem Hörspiel als „normal“ bezeichnet werden kann. Cungerlan geht auf Geschichten und Erzählungen von Jerry Marcs zurück, welcher Frank-Michael Rost, mit der Umsetzung seines Manuskriptes als Hörspiel, betraut hat.

Egal ob der ziemlich verschrobene Shrill-Itzu-Meister Kentoka, der schusselige Dr. Ponder Keen oder der schaurige Bösewicht Dai Akkan. Die Charaktere sind gut gelungen und zum brüllen komisch. Da werden bei einer Fluchtaktion mal eben James-Bond Filmtitel zitiert, durch zugemauerte Fenster gesprungen oder der Tod von 1.000.000 Menschen mit den Worten: „Mist, ich wusste, ich hab was vergessen!“, quittiert.

Sehr schön finde ich auch den gnadenlos durchgezogenen Running-Gag mit der Verwechslung von Dai Akkan dem Leister des gefürchteten sanruhnischen Geheimdienstes und engster Vertrauter des Ayir-Kaisers mit dem Luftgitarrenspieler und Frontman der Rockgruppe „Shaumgeböck“ oder die Schnittchen und Gebäck-Szene.

Neben dem gut gestalteten Cover kann das Hörbuch unter anderem mit seiner hervorragenden Soundkulisse punkten, wodurch das Kopfkino schnell in den 3D Modus schaltet und man sich wirklich mittendrin wiederfindet. Da erscheint die Auswahl der Sprecher auch nur konsequent, denn das ganze liest sich wie ein Who-is-Who prominenter Stimmen. Zum Beispiel: Josef Tratnik, Bernd Rumpf, Peer Augustinski, Jo Weil, Volker Wolf, Peter Nottmeier und viele weitere.

Wer gute Science-Fiction mag, skurrilen Humor liebt und sich mit dem Gedanken anfreunden kann, dass hier so einiges auf die Spitze getrieben und parodiert wird, für den ist Cungerlan ein absolutes Must-Have. Das Hörspiel bietet gute Unterhaltung und Spaß.

Meine Wertung:

Von mir: 5 von 5 „Wröshisch ‚h laberen“ (süd-Zigonisch für „Willkommen“)

 

 

 

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