[Rezi] Gottes letzte Kinder (Armageddon, die Suche nach Eden – Band 1)

Autor: D.J. Franzen

Verlag: Begedia

Format: broschiert, 136 Seiten

Veröffentlicht: März 2012

ISBN 13: 978-3943795219

Preos: 5,95 €

von: J. Egiseer / fictionfantasy.de

Jipiee! Zombies in Deutschland! Ein Setting, das bei mir sofort Begeisterung hervorruft, denn amerikanische Großstädte wurden von unzähligen Untoten ebenso unzählige Male niedergebrannt und überrannt. Nach der Comicreihe „Die Toten“ nun auch eine Romanreihe, die in deutschen Gefielden spielt. D. J. Franzen veröffentlichte die Geschichte primär als eBook, bis der Begdia Verlag begann, die auf zwölf Bände ausgelegte Reihe auch als Taschenbuch heraus zu geben.

Doch worum geht es? Franz lebt in Köln und ist einer der wenigen Überlebenden einer Zombieepidemie. Gerade durch sein vor- und umsichtiges Verhalten kann er sich einige Male retten. Nach und nach begreift er, das die Zivilisation, so wie er sie kannte, zusammengebrochen ist. In seinem Haus legt er zahlreiche Vorräte an und verbarrikadiert sich gegen die Übergriffe der „Reanimierten“. Eines Tages jedoch, auf der Suche nach weiteren Ausrüstungsgegenständen in der Innenstadt Kölns, trifft er auf Sandra. Diese begegnet ihm mit einigem Mißtrauen, jedoch nach und nach fassen sie Vertrauen zueinander. Die junge Frau, die früher als Erotikdarstellerin arbeitete, hat sich in einer ehemaligen Notunterkunft eingerichtet und besitzt auch ein leidlich funktionierendes Funkgerät. Frank kann das Gerät in Betrieb nehmen und wird sogleich konfrontiert mit den Hilferufen einiger Kinder, die in einem Keller eingeschlossen wurden und von Zombies bedroht werden. Während Frank sofort Vorbereitungen trifft, die Kinder zu retten, ist sich Sandra nicht sicher. Irgendetwas ist falsch hier.
Trotzdem schliesst sie sich Frank auf seiner Mission an. Unterwegs treffen sie auf den sehr exzentrischen Pfarrer Patrick Stark, der sich auf einem Motorad durch Köln bewegt und mit einem Morgenstern bewaffnet, gegen die Zombies kämpft. Auch Stark schliesst sich der Gruppe an. Doch alle Beteiligten wissen nicht, das sie nur Schachfiguren auf einem Spielbrett höherer Mächte darstellen – und all ihre Züge vorausgesehen werden…

Hin- und hergerissen ist man von Franzens ersten Band der Armageddon-Reihe. Das Setting ist allein schon aufgrund der heimischen Begebenheiten mitreissend, die Charaktere sind durchwegs überzeugend geschildert und einprägsam. Zwar wirken alle Beteiligten etwas klischeehaft (gut gebaute Pornodarstellerin, stiller Held, wütender Pfarrer), aber was solls. Etwas Schwierigkeiten habe ich persönlich mit der Einbeziehung mystischer und übernatürlicher Kräfte in das Grundsetting einer Zombie-Epidemie. Das kann gut gehen, wird es aber meistens nicht. Wie schon vergangene Romanreihen zeigten (z.B. Stadt der Untoten), führt das übernatürliche Element, das vermengen von Untoten mit biblischen Kämpfen zwischen Gott und Satan, zu kitschigen und klischeehaften Auswüchsen. Natürlich kann das auch gut werden, zum Beispiel konnte Michael McBride in seiner God´s End-Trilogie mit einem ähnlichem Konzept wie D.J. Franzen Begeisterungsstürme hervorrufen. Insofern bin ich gespannt, ob die Reihe mich überzeugen kann. Der erste Band ist ein guter Beginn und lässt das Interesse auf mehr wachsen. Zumal Franzen auch stilistisch überzeugt.
Zombies in Deutschland – zumindest im ersten Armageddon-Band eine unterhaltsame Genre-Mischung.

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